Innovation und Energiewende

             Tage der            offenen Tür 2022

  • Holz Innovativ Programm – Innovationstransfer

    Förderaufruf des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 31. März 2022

    Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt in der Holzbauoffensive des Landes Vorhaben mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln, deren Gegenstand die Bereitstellung, Verarbeitung, Bearbeitung und Verwendung von Holz ist. Dadurch sollen Innovationen in der Nutzung von Holz forciert, neue Anwendungsfelder für den Rohstoff Holz erschlossen und deren Einführung beschleunigt werden. Mit dem Förderschwerpunkt „Innovationstransfer“ werden Projekte zur Beratung, zum Innovations- und Technologietransfer sowie zur Wissensvermittlung (Nr. 4.1 VwV HIP) und Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Innovationstransferprojekte (Nr. 4.2 VwV HIP) finanziell unterstützt.

    Die Auswahl der Projekte und die Förderung erfolgen in einem zweistufigen Verfahren. Damit soll der Aufwand für Bewerbungen möglichst gering und überschaubar gehalten werden.

    Im ersten Schritt ist eine Vorhabensskizze zur Vorauswahl der Projekte einzureichen (Details entnehmen Sie bitte dem Förderaufruf). Die Projektauswahl aus den fristgerecht eingereichten Vorhabensskizzen erfolgt durch das MLR nach Abschluss der begleitenden Beratungen durch den vom MLR berufenen Clusterbeirat Forst und Holz. Die Entscheidung der Projektauswahl wird schriftlich durch das MLR bekannt gegeben. Insofern das Vorhaben durch das MLR zur Förderung ausgewählt wurde, liegt eine Berechtigung zum Stellen eines Förderantrags vor.

    Im zweiten Schritt ist dann ein formaler Förderantrag mit zusätzlich erforderlichen Unterlagen bei der L-Bank zu stellen. Diese nimmt den Antrag entgegen, bearbeitet ihn und erteilt bei positiver Prüfung der Antragsunterlagen einen Bewilligungsbescheid.

    Damit die Vorhabensskizzen durch die Jury beraten werden können, sind diese bis zum 15. März und 15. September eines Jahres einzureichen. Fristgerecht zu den jeweiligen Stichtagen vorliegende Vorhabensskizzen werden gemeinsam in einer Sitzung beraten.

    Weitere Informationen finden Sie unter: www.cluster-forstholz-bw.de

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  • Prototypenförderung für innovative Technologien

    Im Wege einer gemeinsamen Ausschreibung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg wird mit der Prototypenförderung das Innovationspotenzial von identifizierten Forschungsergebnissen geprüft, nachgewiesen und bewertet werden, um mögliche Anwendungsbereiche zu erschließen. Damit soll ein Beitrag zur Schließung der Forschungs- und Finanzierungslücke zwischen der wissenschaftlichen Forschung und der wirtschaftlichen Verwertung („Valley of Death“) geleistet werden.

    Der Förderaufruf richtet sich an Antragstellende aus Baden-Württemberg. Die Umsetzung der Vorhaben soll in Baden-Württemberg stattfinden, wobei grundsätzlich auch grenzüberschreitende Kooperationen mit ausländischen Partnern denkbar sind.

    Antragsberechtigt sind ausschließlich die staatlichen Hochschulen, die von Bund und Ländern gemeinsam grundfinanzierten außeruniversitären Forschungsinstitute der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft, jeweils mit Sitz der Institute in Baden-Württemberg sowie die einzelnen Forschungseinrichtungen aus dem Verbund der Innovationsallianz Baden-Württemberg e.V.

    Vor dem Hintergrund der EFRE-Mindestfördersumme in Höhe von 100.000 Euro müssen die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben eines Vorhabens mindestens 250.000 Euro betragen. Das maximale Gesamtfördervolumen je Vorhaben beträgt bis zu 450.000 Euro (90% der Gesamtkosten), davon max. 200.000 Euro aus EFRE-Mitteln (40%) und maximal 250.000 Euro (50%) aus Landesmitteln. Die verbleibenden 10% entsprechen den Eigenmitteln der antragstellenden Einrichtung.

    Ein Projektbudget von mehr als 500.000 Euro ist grundsätzlich möglich. Eine Erhöhung des maximalen Gesamtfördervolumens von 450.000 Euro ist jedoch ausgeschlossen. Die Differenz geht zulasten des Zuwendungsempfängers.

    Das Förderverfahren ist einstufig angelegt. Anträge können bis zum 04.07.2022 eingereicht werden.

    Web-Seminar für Antragsteller

    Am Dienstag, den 24. Mai 2022 findet von 10:00 – 12:00 Uhr ein Web-Seminar für interessierte Antragsteller statt. In diesem Rahmen stehen Vertreterinnen und Vertreter von VDI/VDE, des Wissenschafts- und Wirtschaftsministeriums sowie der L-Bank für Fragen zur Verfügung.  Eine Teilnahme ist nach erfolgreicher Registrierung über den nachfolgenden Link möglich: https://register.gotowebinar.com/register/2286492027192165645

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  • Förderaufruf im Förderprogramm „Ressourceneffizienz in Unternehmen“ Förderbaustein 2 Beratungsförderung im Bereich der Ressourceneffizienz

    Förderaufruf des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 13.12.2021.

    Um Ressourceneffizienzpotenziale in Unternehmen auszuschöpfen, unterstützt das Umweltministerium mit dem neuen EFRE-Förderprogramm ab Januar 2022 die Einrichtung regionaler Kompetenzstellen für Ressourceneffizienz (KEFF+; Förderbaustein 1) in allen 12 Regionen Baden-Württembergs.

    Neben der neutralen und kostenlosen Sensibilisierung und Information der Unternehmen durch die KEFF+ ist die verstärkte Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der Ressourceneffizienz ein weiteres Ziel des neuen EFRE-Förderprogramms. Angesichts der hohen Komplexität des Themas Ressourceneffizienz können branchenspezifische Beratungen (Ressourceneffizienzberatung) durch qualifizierte externe Beraterinnen oder qualifizierte externe Berater konkrete Ressourceneffizienzpotenziale in Unternehmen aufdecken und maßgeschneiderte Lösungen aufzeigen. Damit können sowohl die Leistungsfähigkeit der Unternehmen im regionalen wie im globalen Wettbewerb unterstützt als auch ein wesentlicher Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen geleistet werden.

    Das Umweltministerium wird im Rahmen dieses Förderprogramms (Förderbaustein 2) Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz in Baden-Württemberg durch geförderte Ressourceneffizienzberatungen dabei unterstützen, Ressourceneffizienzpotenziale sowie mögliche konkrete Umsetzungsmaßnahmen und Lösungen in Zusammenarbeit mit externen Beraterinnen und Beratern zu identifizieren.

    Die Gelder für das geplante Förderprogramm kommen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Baden-Württemberg. Die Förderverwaltungsvorschrift VwV EFRE Ressourceneffizienz in Unternehmen 2021-2027 kann von dieser Internetseite heruntergeladen werden.

    Voraussetzung für die Beratungsförderung im Bereich der Ressourceneffizienz ist ein vorangegangenes individuelles Sensibilisierungsgespräch (KEFF+Check) mit dem interessierten Unternehmen durch die zuständige regionale Kompetenzstelle für Ressourceneffizienz. Eine Übersicht über alle regionalen Kompetenzstellen und die jeweiligen Kontaktdaten sind abrufbar unter www.keffplus-bw.de.

    Der Zuschuss zu Beratungen beträgt 550 Euro pro Personentag mit 8 Zeitstunden. Abrechenbar sind nur vollständig geleistete halbe oder volle Personentage. Pro Beratung werden bis zu 10 Personentage gefördert. Der maximale Zuschuss je Beratung liegt demnach bei 5.500 Euro (10 Personentage à 550 Euro). Die Beratungsförderung kann hierbei nur einmalig je Unternehmen in Anspruch genommen werden.

    Die Auswahl der Förderanträge erfolgt in einem einstufigen Verfahren:

    • Eine Antragsstellung bei der Landeskreditbank (L-Bank BW) ist ab dem 01.09.2022 bis längstens 30.11.2026 möglich.
    • Dieser Förderaufruf ist ein laufender Förderaufruf, das heißt Anträge auf Förderung können laufend eingereicht werden. Anträge, die den Anforderungen entsprechen, werden nach ihrem Eingang bei der L-Bank bearbeitet. Sie können solange bewilligt werden wie Fördermittel zur Verfügung stehen. Wenn die Fördermittel erschöpft sind, wird eine entsprechende Mitteilung auf 2021-27.efre-bw.de veröffentlicht.
    • Ein Unternehmen, das eine geförderte Ressourceneffizienzberatung in Anspruch nehmen möchte, muss seinen Antrag sowohl schriftlich als auch in elektronischer Form als Word-Datei bei der Landeskreditbank (L-Bank), 76113 Karlsruhe, an efre(at)l-bank.de als bewilligender Stelle einreichen.

     

    Weiterführende Informationen zur “Beratungsförderung im Bereich Ressourceneffizienz“ finden Sie im Förderaufruf.

    Teilnahme am Förderbaustein 2 – so geht’s

     

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  • Holz Innovativ Programm – Innovation im Holzbau

    Förderaufruf des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 16. März 2021

    Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt in der Holzbauoffensive des Landes Vorhaben mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln, deren Gegenstand die Bereitstellung, Verarbeitung, Bearbeitung und Verwendung von Holz ist. Dadurch sollen Innovationen in der Nutzung von Holz forciert, neue Anwendungsfelder für den Rohstoff Holz erschlossen und deren Einführung beschleunigt werden. Mit dem Förderschwerpunkt „Innovation im Holzbau“ werden modellhafte Vorhaben zur Demonstration der innovativen Verwendung von Holz in Bauvorhaben (Nr. 4.3 VwV HIP) finanziell unterstützt.

    Die Auswahl der Projekte und die Förderung erfolgen in einem zweistufigen Verfahren. Damit soll der Aufwand für Bewerbungen möglichst gering und überschaubar gehalten werden.

    Im ersten Schritt ist eine Vorhabensskizze zur Vorauswahl der Projekte einzureichen (Details entnehmen Sie bitte dem Förderaufruf). Die Projektauswahl aus den fristgerecht eingereichten Vorhabensskizzen erfolgt durch das MLR nach Abschluss der begleitenden Beratungen durch die vom MLR berufene Jury. Die Entscheidung der Projektauswahl wird schriftlich durch das MLR bekannt gegeben. Insofern das Vorhaben durch das MLR zur Förderung ausgewählt wurde, liegt eine Berechtigung zum Stellen eines Förderantrags vor.

    Im zweiten Schritt ist dann ein formaler Förderantrag mit zusätzlich erforderlichen Unterlagen bei der L-Bank zu stellen. Diese nimmt den Antrag entgegen, bearbeitet ihn und erteilt bei positiver Prüfung der Antragsunterlagen einen Bewilligungsbescheid.

    Damit die Vorhabensskizzen durch die Jury beraten werden können, sind diese bis zum 15. März, 15. Juni, 15. September oder 31. Dezember eines Jahres einzureichen. Fristgerecht zum jeweiligen Stichtagen vorliegenden Vorhabensskizzen werden gemeinsam in einer Sitzung beraten.

    Weitere Informationen finden Sie unter: www.cluster-forstholz-bw.de

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  • Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg

    Förderaufruf des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 28.07.2020

    Mit der Ausschreibung „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum mit Kofinanzierung aus dem EFRE-Programm soll die Spitzenstellung des Landes weiter ausgebaut werden.

    Das Förderangebot spricht kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im ländlichen Raum an, die aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit und ihrer ausgeprägten Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen. Ein besonderer Schwerpunkt der Förderung liegt auf Unternehmen, die Baden-Württemberg in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie voranbringen.

    Die Bewertung der Bewerbungen erfolgt durch einen Ausschuss. Maßgebliche Kriterien sind Qualität und Aussagekraft der Bewerbung, Beurteilung der eigenen Produkte/Dienstleitungen hinsichtlich Marktpotential, Technologie- und Innovationspotential des Unternehmens sowie der Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie.

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Die neue Förderperiode 2021-2027

Baden-Württemberg geht in die neue Förderperiode 2021-2027. Nach einem umfangreichen Konsultationsprozess hat Baden-Württemberg das Programm für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bei der Europäischen Kommission eingereicht (siehe Link). Nach der Genehmigung bildet es die Grundlage für die Förderung durch den EFRE im Zeitraum 2021-2027. In der Umsetzung soll das Programm sichtbare Beiträge zu zentralen Zielen der Europäischen Union und des Landes leisten. Daher setzt Baden-Württemberg weiterhin auf die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation sowie auf die Umsetzung grüner Themen, wie Energieeffizienz und Minderung der Treibhausgasemissionen, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltige Bioökonomie. Damit kann das Land direkt an das EFRE-Programm 2014-2020 „Innovation und Energiewende“ anknüpfen.

 

Startschuss für die Förderperiode 2021-2027

Nach der Einreichung der Programmentwürfe des EFRE und des ESF bei der Europäischen Kommission möchten die an der Planung und Umsetzung der beiden Programme beteiligten Ressorts gemeinsam die Strukturfondsförderung 2021-2027 in Baden-Württemberg einläuten. Im Rahmen von Filmbeiträgen, Interviews und Talkrunden sollen zentrale Themen der kommenden Förderperiode illustriert und diskutiert werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Pressemitteilungen

4. Mai 2022

Wissenschaftsministerin Bauer: Lücke zwischen Forschung und Verwertung effizient und effektiv schließen

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: Neuer Ansatz, um unternehmerisches Denken in Forschungseinrichtungen zu stärken

Das Land verbessert erneut die Rahmenbedingungen für Innovationen und investiert in die gezielte Förderung von Prototypen. Mit der ressortübergreifenden Prototypenförderung als neues Angebot für Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg wollen das Wissenschafts- und das Wirtschaftsministerium gemeinsam die Lücke zwischen der wissenschaftlichen Forschung und der wirtschaftlichen Verwertung (engl.: „Valley of Death“) schließen, wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister Kraut am Mittwoch (4. Mai) in Stuttgart mitteilten.

Obwohl im Südwesten ein differenziertes und flächendeckendes Technologietransfersystem mit einer Vielzahl von Transfereinrichtungen wie Hochschulen, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen besteht, und auch internationale Rankings die besondere Innovationsstärke Baden-Württembergs regelmäßig bestätigen, wird das wirtschaftliche Potenzial vieler Forschungsergebnisse teilweise nicht ausreichend ausgeschöpft.

„Mit der Förderung ermöglichen wir es, das Marktpotenzial von Forschungsergebnissen bereits während der Forschung zu prüfen und so eine effiziente und effektive Übertragung in den Markt vorzubereiten“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

“Mit der Prototypenförderung verfolgen wir einen neuen Ansatz zur Förderung des wechselseitigen Technologietransfers, um so auch das unternehmerische Denken in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu stärken“, ergänzte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Transferkultur weiter stärken

Mit der Landesprototypenförderung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus baden-württembergischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen dabei unterstützt, für ihre Forschungen frühzeitig mögliche Anwendungsbereiche zu erschließen und diese in Kooperation mit Wirtschaftspartnern aktiv in die Praxis zu bringen. Durch den Bau von Prototypen können vorhandene Forschungsergebnisse weiterentwickelt werden, sodass die grundsätzliche Wirksamkeit der technischen Anwendung nachgewiesen und deren Kommerzialisierungschance verbessert wird. Dadurch wird die Transferkultur sowohl in den jeweiligen Einrichtungen als auch in der baden-württembergischen Wissenschafts- und Forschungslandschaft insgesamt gestärkt.

Gefördert werden können Vorhaben aus allen Forschungsbereichen, die die Machbarkeit und Umsetzbarkeit sowie das Innovationspotenzial und die Marktfähigkeit von Forschungsergebnissen durch die Entwicklung von Prototypen systematisch unter Beweis stellen können. Die Umsetzung der Vorhaben sollte in Baden-Württemberg stattfinden, grenzüberschreitende Kooperationen sind aber auch möglich. Das Vorhaben muss von einer Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen aus Baden-Württemberg beantragt werden. Die maximale Förderlaufzeit des Vorhabens beträgt zwei Jahre.

Erster Förderaufruf mit 6,3 Millionen Euro

In einem ersten Förderaufruf stehen bis zu 6,3 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und werden durch Landesmittel aus der Rücklage “Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ aufgestockt. Zusätzliche Landesmittel für einen weiteren Förderaufruf sollen im Rahmen zukünftiger Haushaltsaufstellungen eingeplant werden.

Die Landesprototypenförderung soll zum einen das unternehmerische Denken in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen stärken, und zum anderen eine stärkere Transferorientierung der Forschung begünstigen. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig Innovationen bei der Überwindung von schweren wirtschaftlichen Einbrüchen sind. Deshalb will die Landesregierung die Anstrengungen zur Stärkung der Innovationskraft konsequent fortsetzen, wie die beiden Ministerinnen gemeinsam bekräftigten.

Eine der innovationsstärksten Regionen Europas

Internationale Innovationsrankings bestätigen regelmäßig, dass Baden-Württemberg zu den innovationsstärksten Regionen in Europa gehört. Das Regional Innovation Scoreboard 2021 der Europäischen Kommission stuft die vier Regierungsbezirke des Landes in der Gruppe der „Leader“ ein. Ausschlaggebend für die Spitzenposition Baden-Württembergs sind:

  • beträchtliche private und öffentliche Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE):
  • eine hohe Bedeutung forschungsintensiver Wirtschaftszweige;
  • großer Erfindungsreichtum in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in den Unternehmen.

 

Ebenfalls positiv auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Baden-Württembergs wirkt sich die vergleichsweise differenzierte Wirtschaftsstruktur aus großen und mittelständischen Unternehmen sowie innovativen Start-Ups aus. Hinzu kommt, dass Baden-Württemberg zu den hochschulreichsten und forschungsintensivsten Regionen in Europa zählt, mit einer differenzierten Hochschul- und Forschungslandschaft aus neun Universitäten, 23 Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) mit ihren neun Standorten sowie einem zahlenmäßig und fachlich breiten Spektrum von Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Innovationsallianz Baden-Württemberg.

 

Weitere Informationen

Das EFRE-Programm Baden-Württemberg 2021-2027 ist an der Innovationsstrategie Baden-Württemberg ausgerichtet und unterstützt die Schwerpunkte Zukunftstechnologien und Kompetenzen sowie Ressourcen- und Klimaschutz. Bei der Planung und Umsetzung arbeiten das Ministerium Ländlicher Raum (EFRE-Verwaltungsbehörde), das Wirtschaftsministerium, das Wissenschaftsministerium und das Umweltministerium eng zusammen. Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg in der neuen Förderperiode 2021-2027 rund 279 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE.

Weitere Informationen zur Förderperiode 2021-2027 https://2021-27.efre-bw.de/

Web-Seminar

Am 24. Mai 2022 wird das Förderprogramm auch bei einem Web-Seminar vorgestellt. Der Anmeldelink lautet:
https://register.gotowebinar.com/register/2286492027192165645

3. März 2022

Umweltministerin Thekla Walker: „Mit über 19 Millionen Euro fördern wir innovative Bioökonomie-Projekte im Land, mit denen wir wichtige Rohstoffe aus Abfall und Abwasser zurückgewinnen können“

Mit seinem EFRE-Förderprogramm „Bioökonomie Bio-Ab-Cycling“ fördert das Umweltministerium den Aufbau modularer Bioraffinerien, die in den kommenden Jahren erproben und aufzeigen sollen, wie mittels nachhaltiger Bioökonomie hochwertige Rohstoffe aus Abfall und Abwasser zurückgewonnen werden können. Welche Projekte in Baden-Württemberg den Zuschlag für eine Förderung erhalten haben und nun ihre Arbeit aufnehmen können, steht jetzt fest. Für die fünf Projekte stehen insgesamt rund 19 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und an Landesmitteln zur Verfügung.

Verfahren der nachhaltigen Bioökonomie unter realen Bedingungen erproben

„Wir haben nun fünf vorbildliche und zukunftsweisende Projekte ausgewählt, die jetzt unter realen Bedingungen ihre Erfahrungen sammeln können“, betonte die Umweltministerin Thekla Walker heute (02.03.) in Stuttgart. Viele Verfahren seien bereits einzeln getestet. Nun gelte es, diese in Pilot- und Demonstrationsanlagen im Sinne einer Raffinerie zu kombinieren und in einem größeren Maßstab anzuwenden. „Wir befinden uns mitten in einem umfassenden gesellschaftlichen Wandel, an dessen Ende eine klimaneutrale und umweltfreundliche Lebens- und Wirtschaftsweise stehen muss. Dazu gehört auch, dass wir in Zukunft Rohstoffe möglichst vollständig im Kreislauf führen. Neben der Ressourceneffizienz in der Produktion geht es dabei aber auch um die Nachnutzung aus Abwasser und Abfällen. Hier liegen echte Rohstoffreserven für Baden-Württemberg“, führte die Umweltministerin weiter aus. Die nachhaltige, zirkuläre Bioökonomie nehme hierbei durch die intelligente Verknüpfung von Biologie und Technik eine Schlüsselfunktion ein.

Fachliche Begleitung durch Fachinitiative Bioraffinerien

Parallel zu den Projekten unterstützt das Land den Aufbau einer Fachinitiative Bioraffinerien durch die Landesagentur Umwelttechnik BW. Die Fachinitiative wird unabhängig vom EFRE-Förderprogramm rein aus Landesmitteln gefördert. Hier werden unter anderem die Partnerinnen und Partner der Bioökonomie-Ab-Cycling-Projekte sowie weitere Expertinnen und Experten, Unternehmen und interessierte Stakeholder miteinander vernetzt, um gemeinsam Innovationen voranzutreiben.

Die Ansätze der Pilot- und Demonstrationsanlagen bieten die Chance, dass sie auf andere Kommunen und Unternehmen in Baden-Württemberg und darüber hinaus übertragen werden können. Kommunale Kläranlagen, Abfallbehandlungsanlagen oder Produktionsstätten könnten in Zukunft mit auf sie zugeschnittenen modularen Bioraffinerien ausgestattet werden, um so anfallendes Abwasser und Abfälle als Rohstofflieferant zu nutzen.

Die geförderten Projekte

Zu den Projekten, für die die 35 Projektpartnerinnen und Projektpartner in fünf Konsortien eine Förderung erhalten, gehören:

KoalAplan:

Auf dem Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität Stuttgart in Büsnau sollen anhand verschiedener biologischer Verfahren hochwertige Produkte aus kommunalem Abwasser gewonnen werden. Dazu gehören unter anderem Ammoniumstickstoff als Dünger, Wasserstoff und Polyhydroxyalkanoate (PHA) als Rohstoff für bio-basierten Kunststoff. Das Projekt wird mit rund 2,3 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln gefördert. Das Projekt wurde bei der EU-Kommission als Projekt von strategischer Bedeutung angemeldet.

InBiRa – Die Insektenbioraffinerie

Für den Bau dieser hochinnovativen Insektenbioraffinerie erhält das Projekt InBiRa rund 3,9 Millionen Euro Fördermittel der EU und des Landes. In den Technikumshallen des Fraunhofer IGB in Stuttgart-Vaihingen sollen dann in Zukunft mithilfe von Insektenlarven hochwertige Produkte aus Abfall- und Restströmen gewonnen werden. Möglich machen das die Larven der Schwarzen Soldatenfliege, durch deren Aufbereitung unter anderem aus Lebensmittelabfällen Proteine, Fette und Chitosan hergestellt werden. Auch dieses Projekt wurde bei der EU-Kommission als Projekt von strategischer Bedeutung angemeldet.

BW2Pro – Biowaste to Products

Mit rund 5,9 Millionen Euro fördern EU und Land den Bau einer Bioabfallraffinerie auf dem Gelände der kommunalen Biogasvergärungsanlage der Abfallwirtschaft Rems-Murr AöR (AWRM) in Backnang. Hier soll in Zukunft täglich eine Tonne Bioabfall zu Produkten und Rohstoffen wie zum Beispiel Fasern, Blumentöpfe, Dünger und Biogas verarbeitet werden.

SmartBioH2-BW – Biowasserstoff aus industriellen Abwasser- und Reststoffströmen

Eine Bioraffinerie in eine bestehende Industrieumgebung am Standort der Evonik Operations GmbH in Rheinfelden zu integrieren, ist das Ziel des Projekts SmartBioH2-BW, das mit insgesamt drei Millionen Euro gefördert wird. Mittels zweier miteinander verknüpfter biotechnologischer Verfahren (Purpurbakterien und Algen) sollen in dem Projekt aus anfallenden industriellen Abwasser- und Reststoffströmen Biowasserstoff und weitere Produkte wie beispielsweise Carotinoide erzeugt werden.

RoKKa – Rohstoffquelle Klärschlamm und Klimaschutz auf Kläranlagen

Um die Produktion von Wertstoffen auf der kommunalen Kläranlage Erbach/Donau zu demonstrieren, erhält das Projekt RoKKa rund 3,8 Millionen Euro an EU- und Landesmitteln. Dabei werden verschiedene Anlagen zur Stickstoff-Rückgewinnung, Phosphor-Rückgewinnung, die Abtrennung und das Recycling von CO2 sowie die Elektrosynthese und Mikroalgenproduktion eingesetzt und kombiniert.

Ergänzende Informationen:

Baden-Württemberg nimmt beim Aufbau einer nachhaltigen Bioökonomie europaweit eine Spitzenposition ein. Bereits im Juni 2019 hat die Landesregierung dazu ihren Fahrplan – die Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg – verabschiedet. Die Forschung und Entwicklung von Bioraffinerien in Pilot- beziehungsweise Demonstrationsanlagen gezielt zu fördern ist dabei eine Maßnahme der Strategie (M18).

Mit seinem aktuellen Förderprogramm „Bioökonomie – Bioraffinerien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser – Bio-Ab-Cycling“ verfolgt das Umweltministerium nun in der neuen EFRE-Förderperiode 2021-2027 das Ziel, biologische und bioinspirierte Verfahren als Leitbild für eine nachhaltige Bioökonomie in modularen „Bio-Fabriken“ zu verwirklichen.

Für die Projekte stehen bis zum Jahr 2024 Fördermittel in Höhe von bis zu 7,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und weitere Landesmittel in Höhe von circa 11,2 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen die Landesmittel für die Fachinitiative von 244.243 Euro sowie Verwaltungskosten.

Weitere Informationen zum EFRE-Förderprogramm „Bioökonomie Bio-Ab-Cycling“ sowie eine ausführlichere Beschreibung der Projekte und der geförderten Institutionen finden Sie auf der Internetseite des UM: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/biooekonomie/foerderprogramm-biooekonomie/. Zusätzliche Informationen zur Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie sind unter dem Link https://biooekonomie.baden-wuerttemberg.de/ abrufbar.

Weiterführende und allgemeine Informationen zum EFRE-Programm Baden-Württemberg 2021-2027 finden Sie hier: https://2021-27.efre-bw.de/.

11. Februar 2022

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Strukturwandel und Transformationsprozesse erfordern neue Ansätze, um die regionalen Wirtschaftsräume im Land zu unterstützen“

Die ClusterAgentur Baden-Württemberg, die Cluster-Initiativen und landesweite Netzwerke zielgerichtet bei deren Entwicklung und Professionalisierung unterstützt, wird auch 2022 gefördert und zu einer RegioClusterAgentur weiterentwickelt. „Vor allem der Strukturwandel und die Transformationsprozesse erfordern neue Ansätze, um die regionalen Wirtschaftsräume im Land zu unterstützen. Eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik muss sich heute um die regionale Architektur für ein erfolgreiches Innovationssystem zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen kümmern“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 10. Februar in Stuttgart. Aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie ergänzenden Landesmitteln stehen für den Betrieb der Agentur in den Jahren 2022 bis 2025 insgesamt bis zu 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

„Unser Ziel ist es, die ClusterAgentur Baden-Württemberg zu einer deutschlandweit einzigartigen Unterstützungsagentur für Cluster-Initiativen, regionale Innovationssysteme und Transformationsherausforderungen auszubauen. Dafür müssen alle regionalen Innovationsakteure und insbesondere die Wirtschaftsfördereinrichtungen und Cluster-Initiativen strategiebasiert zusammenarbeiten“, betonte die Ministerin.

Dr. Gerd Meier zu Köcker, Leiter der RegioClusterAgentur, erklärte, wie dafür das bisherige Unterstützungsangebot erweitert werden soll: „Wir werden zum einen Analyse-Ergebnisse und Bestandsaufnahmen zu regionsrelevanten Innovations- und Technologietrends sowie Transformationsherausforderungen bereitstellen. Zum anderen wird die Weiterentwicklung entsprechender Governance-Strukturen für regionale Innovationssysteme beziehungsweise Transformationspartnerschaften durch Moderations- und Weiterbildungsangebote unterstützt werden.“ In den kommenden Monaten solle das Vorhaben zudem durch eine neue Serviceplattform ergänzt werden.

Denn damit aus vielversprechenden Forschungsergebnissen innovative Produkte, Prozesse und Dienstleistungen würden, bedürfe es gut funktionierender Transfer- und Vernetzungsstrukturen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, die in der Fläche des Landes wirken. „Regionale Innovationsnetzwerke mit ihren langfristig angelegten, strategiegeleiteten Strukturen bieten ein ideales Umfeld für einen erfolgreichen Transfer aus der Forschung in die Anwendung und können als Treiber für ein ganzes Technologiefeld agieren“, erklärte die Ministerin.

Die RegioClusterAgentur ist ein Projekt von strategischer Bedeutung im Rahmen der Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Baden-Württemberg in der Förderperiode 2021-2027. Mit den Fördermaßnahmen, die mit Hilfe des EFRE umgesetzt werden könnten, leiste das Land einen Beitrag für einen intelligenten wirtschaftlichen Wandel, aber auch für ein innovativeres, klimaneutrales und CO2-ärmeres Europa, so Hoffmeister-Kraut.

Als Dienstleister zum Betrieb der RegioClusterAgentur für das Land ist – nach einer europaweiten Ausschreibung – die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH tätig.

Weitere Informationen

In den letzten Jahren wurde die Clusterpolitik als Bestandteil der Innovationspolitik in Baden-Württemberg fest etabliert. Zentraler Baustein war dabei die auf Landesebene eingerichtete ClusterAgentur Baden-Württemberg. Sie hat in der EFRE-Förderperiode 2014-2020 schwerpunktmäßig die Cluster-Initiativen und landesweiten Netzwerke mit Serviceangeboten hinsichtlich Professionalisierung, Qualitätssteigerung und Technologietransfer unterstützt.

Außer originären Landesmitteln verwendet das Wirtschaftsministerium auch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), um die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft im Land zu stärken. Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg in der neuen Förderperiode 2021-2027 rund 279 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE. Mit daraus finanzierten Projekten werden im Bereich des Wirtschaftsministeriums unter anderem anwendungsnahe Forschung und Entwicklung, Technologie- und Wissenstransfer, Vernetzungsaktivitäten und Unternehmensgründungen gestärkt.

 

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