Innovation und Energiewende

Auftakt 2021-27

  • Holz Innovativ Programm – Innovation im Holzbau

    Förderaufruf des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 16. März 2021

    Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt in der Holzbauoffensive des Landes Vorhaben mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln, deren Gegenstand die Bereitstellung, Verarbeitung, Bearbeitung und Verwendung von Holz ist. Dadurch sollen Innovationen in der Nutzung von Holz forciert, neue Anwendungsfelder für den Rohstoff Holz erschlossen und deren Einführung beschleunigt werden. Mit dem Förderschwerpunkt „Innovation im Holzbau“ werden modellhafte Vorhaben zur Demonstration der innovativen Verwendung von Holz in Bauvorhaben (Nr. 4.3 VwV HIP) finanziell unterstützt.

    Die Auswahl der Projekte und die Förderung erfolgen in einem zweistufigen Verfahren. Damit soll der Aufwand für Bewerbungen möglichst gering und überschaubar gehalten werden.

    Im ersten Schritt ist eine Vorhabensskizze zur Vorauswahl der Projekte einzureichen (Details entnehmen Sie bitte dem Förderaufruf). Die Projektauswahl aus den fristgerecht eingereichten Vorhabensskizzen erfolgt durch das MLR nach Abschluss der begleitenden Beratungen durch die vom MLR berufene Jury. Die Entscheidung der Projektauswahl wird schriftlich durch das MLR bekannt gegeben. Insofern das Vorhaben durch das MLR zur Förderung ausgewählt wurde, liegt eine Berechtigung zum Stellen eines Förderantrags vor.

    Im zweiten Schritt ist dann ein formaler Förderantrag mit zusätzlich erforderlichen Unterlagen bei der L-Bank zu stellen. Diese nimmt den Antrag entgegen, bearbeitet ihn und erteilt bei positiver Prüfung der Antragsunterlagen einen Bewilligungsbescheid.

    Damit die Vorhabensskizzen durch die Jury beraten werden können, sind diese bis zum 15. März, 15. Juni, 15. September oder 31. Dezember eines Jahres einzureichen. Fristgerecht zum jeweiligen Stichtagen vorliegenden Vorhabensskizzen werden gemeinsam in einer Sitzung beraten.

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  • Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg

    Förderaufruf des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 28.07.2020

    Mit der Ausschreibung „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum mit Kofinanzierung aus dem EFRE-Programm soll die Spitzenstellung des Landes weiter ausgebaut werden.

    Das Förderangebot spricht kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im ländlichen Raum an, die aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit und ihrer ausgeprägten Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen. Ein besonderer Schwerpunkt der Förderung liegt auf Unternehmen, die Baden-Württemberg in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie voranbringen.

    Die Bewertung der Bewerbungen erfolgt durch einen Ausschuss. Maßgebliche Kriterien sind Qualität und Aussagekraft der Bewerbung, Beurteilung der eigenen Produkte/Dienstleitungen hinsichtlich Marktpotential, Technologie- und Innovationspotential des Unternehmens sowie der Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie.

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Die neue Förderperiode 2021-2027

Baden-Württemberg geht in die neue Förderperiode 2021-2027. Nach einem umfangreichen Konsultationsprozess hat Baden-Württemberg das Programm für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bei der Europäischen Kommission eingereicht (siehe Link). Nach der Genehmigung bildet es die Grundlage für die Förderung durch den EFRE im Zeitraum 2021-2027. In der Umsetzung soll das Programm sichtbare Beiträge zu zentralen Zielen der Europäischen Union und des Landes leisten. Daher setzt Baden-Württemberg weiterhin auf die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation sowie auf die Umsetzung grüner Themen, wie Energieeffizienz und Minderung der Treibhausgasemissionen, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltige Bioökonomie. Damit kann das Land direkt an das EFRE-Programm 2014-2020 „Innovation und Energiewende“ anknüpfen.

 

Startschuss für die Förderperiode 2021-2027

Nach der Einreichung der Programmentwürfe des EFRE und des ESF bei der Europäischen Kommission möchten die an der Planung und Umsetzung der beiden Programme beteiligten Ressorts gemeinsam die Strukturfondsförderung 2021-2027 in Baden-Württemberg einläuten. Im Rahmen von Filmbeiträgen, Interviews und Talkrunden sollen zentrale Themen der kommenden Förderperiode illustriert und diskutiert werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Pressemitteilungen

19. November 2021

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL: „Ein stärkerer Klimaschutz ist nur durch fortwährende Innovationen zu erreichen. Zudem ist berufliche Qualifizierung der Schlüsselfaktor bei der digitalen und ökologischen Transformation. EFRE und ESF leisten einen wichtigen Beitrag, damit wir den Wandel aktiv gestalten können“

Staatssekretärin Dr. Ute Leidig MdL „Mit der ESF Plus-Förderung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Armut im Land. Wir unterstützen arbeitslose Menschen dabei, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Darüber hinaus trägt der ESF Plus zur Fachkräftesicherung bei, gerade in den Bereichen Aus- und Weiterbildung“

Auftakt der Förderperiode 2021-2027 der Europäischen Strukturfonds EFRE und ESF

„EFRE und ESF sind wichtige Instrumente zur Unterstützung der Innovations- und Klimapolitik sowie der Arbeits- und Sozialpolitik Baden-Württembergs. Der gemeinsame Start der beiden Programme in die Förderperiode 2021-2027 unterstreicht die enge Kooperation bei der Planung der Förderprogramme, aber auch bei der Umsetzung der geförderten Projekte. Für Baden-Württemberg stellt die Europäische Union rund 279 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und rund 218 Millionen Euro im Europäischen Sozialfonds (ESF) bereit“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (17. November) anlässlich der gemeinsamen Auftaktveranstaltung zur Förderperiode 2021-2027 der Europäischen Strukturfonds EFRE und ESF in Stuttgart.

Im Rahmen der ressortübergreifenden Auftaktveranstaltung haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Soziales und Umwelt, der Verwaltung und der breiten Öffentlichkeit in Talkrunden, Interviews und Filmbeiträgen per Livestream über die zentralen Themen und Ziele der beiden EU-Fonds und über ganz konkrete Projektbeispiele informiert. „Unser besonderer Dank gilt allen Partnerinnen und Partnern der beiden Programme, die sich in die Gestaltung der Programme eingebracht haben. Erst dadurch ist die Programmplanung zu einer runden Sache geworden“, erklärte Minister Hauk.

„Ein stärkerer Klimaschutz und die Transformation zu einer CO2-armen Wirtschaftsweise ist nur durch fortwährende Innovationen zu erreichen. Mit dem Aus- und Aufbau von wirtschaftsnaher Infrastruktur, der Unterstützung von Hightech-Gründungen, Technologietransferangeboten und unserem erfolgreichen Wettbewerb RegioWIN möchten wir mit Hilfe von EU-Mitteln und ergänzenden Landesmitteln die Innovationsfähigkeit der baden-württembergischen KMU stärken. Davon profitiert unser gesamter Wirtschaftsstandort“, sagte die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Nachhaltige Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft sind die Schlüssel für eine ressourcenschonende und klimaneutrale Wirtschaft. Das EFRE-Programm 2021-2027, das das Land Baden-Württemberg der Europäischen Kommission zur Genehmigung vorgelegt hat, steht mit starken Impulsen auch ganz im Zeichen des Europäischen Green Deal. Hier liegen auch und besonders für den Ländlichen Raum große Chancen. „Der Ländliche Raum und die dort wachsenden die Rohstoffe bieten enorme Chancen für eine nachhaltige Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft. Das Holz aus unseren Wäldern ist eine wertvolle Ressource, die es im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes nachhaltig zu nutzen gilt. Die Unterstützung von KMU mit Potential zur Technologieführerschaft und auch RegioWIN tragen dazu bei, dass auch die Wertschöpfung im Ländlichen Raum stattfindet“, betonte Minister Hauk.

Im urbanen und industriellen Raum nutzt die nachhaltig zirkuläre Bioökonomie sekundäre Rohstoffquellen, um mittels biologischen Verfahren und dem Einsatz biologischen Wissen Rohstoffe wieder verfügbar zu machen oder neu zu erzeugen. Mit der EFRE-Förderung entsprechender Bioraffinerien ist es möglich, Rohstoffe aus Abfällen und Abwasser (rück)zugewinnen oder Abluft von beispielweise Industrieanlagen für ein biotechnologisches CO2-Recycling zu nutzen. „Damit uns in Baden-Württemberg die Transformation zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise gelingt, benötigen wir in allen Lebensbereichen innovative und breit anwendbare Lösungen. Die Förderung der nachhaltigen zirkulären Bioökonomie ist ein wichtiger Baustein, um in Zukunft unsere Umwelt, Ressourcen und das Klima zu schonen“, betonte der Ministerialdirektor im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Helmfried Meinel.

Der ESF unterstützt die Inklusion von sozial benachteiligten Menschen sowie die Verbesserung der Ausbildungs- und Qualifizierungschancen. „Es gibt Menschen, die trotz guter allgemeiner Arbeitsmarktsituation keine berufliche Perspektive finden. Wir wollen Menschen dazu eine Chance geben – auch unter schwierigen Umständen oder in einem zweiten Anlauf. Der ESF gibt uns die Möglichkeit, Neues zu erproben, gerade um Menschen mit schwierigen Problemlagen Wege in die Arbeitswelt zu eröffnen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Dr. Ute Leidig MdL. Hierbei geht es z.B. um mehr Teilzeitausbildungsmöglichkeiten für alleinstehende Frauen, eine dauerhafte Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt und um die Förderung der Assistierten Ausbildung für benachteiligte Jugendliche. „Wie überall gibt es auch in einem wohlhabenden Land wie Baden-Württemberg Armut, und das wirksamste Mittel gegen Armut ist eine existenzsichernde Beschäftigung“, so Staatssekretärin Dr. Leidig.

Mit dem ESF legt Baden-Württemberg zudem einen besonderen Fokus auf die Erwerbstätigen in kleinen und mittleren Unternehmen. „Berufliche Qualifizierung ist der Schlüsselfaktor, um die digitale und ökologische Transformation zu meistern. Der Strukturwandel der Wirtschafts- und Arbeitswelt gelingt uns nur mit qualifizierten Fachkräften. EFRE und ESF leisten einen wichtigen Beitrag, dass wir mit dem Wandel nicht nur Schritt halten, sondern ihn aktiv gestalten“, ergänzte Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut.

Die Arbeitswelt von morgen braucht neue Kompetenzen. Mit zunehmender Digitalisierung verändert sich die Berufs- und Arbeitswelt: Betriebe und Beschäftigte stehen vor komplexen Herausforderungen – und benachteiligte Menschen, die keinen Zugang zur digitalen Welt haben, geraten weiter ins Abseits. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer aktiven unterstützenden Politik der beiden EU-Fonds für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft Baden-Württembergs.

„EFRE und ESF wirken nicht nur vor Ort, sondern sind auch Grundpfeiler der Europäischen Integration in der Solidargemeinschaft. Vernetzung und Kooperation über Grenzen hinweg wollen wir daher in der Förderperiode 2021-2027 noch weiter ausbauen“ sagte Minister Peter Hauk mit Blick auf die Gestaltungsmöglichkeiten in der Programmumsetzung.

Hintergrundinformation:

Das EFRE-Programm Baden-Württemberg 2021-2027 ist an der Innovationsstrategie Baden-Württemberg ausgerichtet und unterstützt die Schwerpunkte Zukunftstechnologien und Kompetenzen sowie Ressourcen- und Klimaschutz. Bei der Planung und Umsetzung arbeiten das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (EFRE-Verwaltungsbehörde), das Wirtschaftsministerium, das Wissenschaftsministerium und das Umweltministerium eng zusammen. Weitere Informationen zur EFRE-Förderung finden Sie unter https://efrehttps://efre-bw.de/bw.de/, zur Förderperiode 2021-2027 unter https://202127.efrebw.de/

Beim ESF-Programm Baden-Württemberg 2021-2027 bilden nachhaltige Beschäftigung, lebenslanges Lernen und Fachkräftesicherung sowie soziale Inklusion, gesellschaftliche Teilhabe und Bekämpfung von Armut die Schwerpunkte des Programms. Das Sozialministerium (ESF-Verwaltungsbehörde) und das Wirtschaftsministerium setzen das Programm in Kooperation mit dem Wissenschaftsministerium, dem Kultusministerium und dem Justizministerium um. Weitere Informationen zur ESF-Förderung finden Sie im Internet unter www.esf-bw.de.

Livestream und Aufzeichnung der Veranstaltung sind unter https://2021-27.efre-bw.de/veranstaltungen/auftaktveranstaltung-2021-2027/ verfügbar.

20. Oktober 2021

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit der Förderung von Technologietransfermanagerinnen und -managern stärken wir auch künftig die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer mittelständischen Unternehmen.“

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert die Einstellung und Beschäftigung von regionalen Technologietransfermanagerinnen und -managern. Industrie- und Handelskammern, Industrie- und Handelskammertag, Handwerkskammern, Handwerkstag, Verbände der gewerblichen Wirtschaft und regionale Wirtschaftsförderungseinrichtungen im Land können dafür ab sofort (6. Oktober) eine 40-prozentige Förderung beantragen. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union.

„Die Technologietransfermanagerinnen und -manager sind eine baden-württembergische Erfolgsgeschichte. Sie haben mit rund 25.000 erreichten Unternehmen in den vergangenen sieben Jahren den Technologietransfer vorangetrieben und dabei geholfen, Innovationshemmnisse bei kleinen und mittleren Unternehmen abzubauen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut heute (6. Oktober) in Stuttgart. „Es freut mich, dass wir auch künftig Technologietransfermanagerinnen und -manager unterstützen und damit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer mittelständischen Unternehmen stärken“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

Durch die Förderung soll der Technologietransfer vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen verbessert werden. Ziel der regionalen Technologietransfermanagerinnen und -manager ist es, Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu initiieren und die Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in innovative Produkte und Verfahren zu fördern. Sie stellen besonders für den Mittelstand eine wichtige Anlaufstelle dar und unterstützen Unternehmen bei ihren Innovationsvorhaben.

Weitere Informationen

Seit 2014 fördert das Wirtschaftsministerium flächendeckend Technologietransfermanagerinnen und -manager mit rund 4,8 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln. Aufgrund des großen Erfolgs dieses Förderprogramms und der hohen Bedeutung von technologischen Innovationen für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen im Land wird das Förderprogramm in der EFRE-Förderperiode 2021-2027 fortgesetzt.

Alle Informationen zur Ausschreibung unter https://2021-27.efre-bw.de/foerderaufruf/foerderung-regionaler-technologietransfermanager-innen/.

16. August 2021

Umweltministerin Thekla Walker: „Modellregionen zeigen
die Potenziale von grünem Wasserstoff konkret auf und machen
den Energieträger erlebbar“

Das Umweltministerium hat gemeinsam mit einer Fachjury entschieden, welche Modellregionen im
Rahmen des EFRE-Programms „Modellregion Grüner Wasserstoff“ einen Antrag auf Förderung stellen
dürfen. Insgesamt stehen bis zu 47 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale
einer Wasserstoffwirtschaft zu fördern. Zudem werden die beiden ausgewählten Modellregionen
wissenschaftlich begleitet.

„Als Landesregierung setzen wir uns für einen ehrgeizigen Klimaschutz ein. Um dieses Ziel zu erreichen,
müssen wir aus der Nutzung fossiler Energieträger aussteigen. Das bedeutet aber auch, dass wir in eine
neue regenerative Energiewelt einsteigen müssen. Grüner Wasserstoff kann hierbei zu einem der
Schlüssel-Energieträger werden“, sagte Umweltministerin Thekla Walker heute (16.08.) in Stuttgart. In
den Modellregionen können nun die Potenziale von grünem Wasserstoff in Baden-Württemberg konkret
aufgezeigt werden. Insgesamt neun Projektskizzen habe das Umweltministerium auf seinen EFREFörderaufruf erhalten. Durchgesetzt haben sich die Konsortien der Projektskizzen „Hy-FIVE“, die die
Stadt Ulm, der Landkreis Reutlingen und der Alb-Donau-Kreis eingereicht haben, sowie „H2 GeNeSiS“,
die durch die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart koordiniert wird. „Die beiden Modellregionen haben
die Fachjury überzeugt und können nun einen Vollantrag stellen“, freute sich die Umweltministerin für
die beiden Modellregionen. Die wissenschaftliche Begleitung übernehme das Konsortium „H2
Companion“ unter Konsortialführung des Fraunhofer IAO.

HyFiVE – Wasserstoffwirtschaft im ländlichen und städtischen Raum

Die Modellregion „HyFiVE“ umfasst die Region Mittlere Alb-Donau mit den Landkreisen Reutlingen, AlbDonau-Kreis und die Stadt Ulm sowie die angrenzenden Landkreise Ostalbkreis, mit der Stadt
Schwäbisch Gmünd, Heidenheim und Tübingen. Als Antragssteller tritt die Stadt Ulm gemeinsam mit
dem Landkreis Reutlingen und dem Alb-Donau-Kreis auf. In dieser Modellregion soll die
Wasserstoffwirtschaft sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum erprobt werden. Dabei
konzentrieren sich die Aktivitäten um vier Leuchtturmprojekte, die die gesamte WasserstoffWertschöpfungskette von unterschiedlichen Arten von Elektrolyseuren zur Wasserstofferzeugung bis hin
zur Nutzung von Wasserstoff in Industrie, Verkehr und Quartierslösungen abbildet.

GeNeSiS – Wasserstoffpipeline entlang des Neckars

Die geplante Modellregion „GeNeSiS“ in der Region Stuttgart setzt auf ein ausgedehntes Verteilernetz –
dem sogenannten „H2-Marktplatz“. Herzstück soll eine reine Wasserstoff-Pipeline entlang des Neckars
werden. Dabei reihen sich Erzeuger und Anwender perlenkettenartig entlang dieses linearen
Pipelinenetzes auf. Das stark industriell geprägte Gebiet bietet vielerlei Möglichkeiten für die Anwendung
von Wasserstoff zum Beispiel für Quartiere, industrienahe Unternehmen und die Mobilität.

Wissenschaftliche Begleitung durch H2 Companion

Die Begleitforschung „H2 Companion“ unterstützt die beiden Modellregionen unter anderem bei der
Definition von langfristigen Entwicklungsszenarien und ökonomisch wie ökologisch nachhaltigen
Geschäftsmodellen sowie mit und bei der Bilanzierung von CO2-Einsparungen. Zudem sollen
wirkungsvolle Konzepte für Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit mitentwickelt werden. Die
Begleitforschung wird sich auch explizit eigenen Forschungsfragen widmen, die über die Modellregionen
hinausgehen. So sollen unter anderem potenzielle Wasserstoffwertschöpfungs- und Lieferketten
bezüglich ihrer Wirkung für die Region analysiert werden.

Ergänzende Informationen

Mit dem EFRE-Förderprogramm ‚Modellregion Grüner Wasserstoff‘ unterstützt das Umweltministerium
den Aufbau von zwei Modellregionen, die „grünen“ Wasserstoff erzeugen und vor Ort in verschiedenen
Anwendungen einsetzen. Dabei sollen die Modellregionen in Demonstrationsprojekten die wirtschaftliche
Umsetzung einer Wasserstoffwirtschaft in der Realität erproben und helfen, die gesellschaftliche
Akzeptanz für Wasserstoff als Energieträger zu erhöhen. Langfristig sollen sich die Modellregionen
wirtschaftlich tragen, damit sie auch nach Abschluss der Projektlaufzeit weiterbestehen können.
Darüber hinaus werden die Modellregionen im Rahmen eines Forschungsprojekts anhand
übergeordneter technischer, gesellschaftlicher, sozioökonomischer sowie ökologischer und
wirtschaftlicher Fragestellungen wissenschaftlich begleitet. Die von der Fachjury ausgewählten
Vorhaben können nun einen Antrag auf Förderung bei der Landeskreditbank (L-Bank) einreichen.
Geplante Laufzeit der Projekte ist von 2022 bis 2027. Es stehen Fördermittel in Höhe von bis zu 27
Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und weitere Landesmittel
in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zur neuen EFRE-Förderperiode 2021-2027.

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