Innovation und Energiewende

 
Vorankündigungen Förderaufrufe

  • 1. Förderaufruf im Förderprogramm Bioökonomie – Bioraffinerien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Ab-wasser: „Bio-Ab-Cycling“

     

     

    © Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

    Förderaufruf des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 19.01.2021.

    Im Rahmen des neuen EFRE-Förderprogramms „Bioökonomie“ unterstützt das Umweltministerium den Bau und die Umsetzung von modularen „Bioraffinerien“ mit Umwelttechnologien und biointelligenten Lösungen unter wissenschaftlicher Begleitung.

    In den Bioraffinieren („Bio“) sollen Abfälle oder Abwasser („Ab“) als Rohstoffquellen herangezogen werden und die darin enthaltenen Rohstoffe durch verschiedene aufeinander abgestimmte Technologien zurückgewonnen werden. Die Rohstoffe werden so effizient und nachhaltig in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt („Cycling“).

    Der Schwerpunkt soll nicht auf dem Einsatz einzelner Technologien zur Rückgewinnung der Rohstoffe, sondern auf den Schnittstellen und Wechselwirkungen der miteinander verbundenen Technologien (Module) liegen. Dabei bezieht sich die Förderfähigkeit dieser Bioraffinerien zum einen auf biomassehaltige Rohstoffquellen wie Bioabfälle oder kommunale Abwässer und/oder (bei anderen Rohstoffquellen) auf den Einsatz biologischer Verfahren wie Biomining von Metallen oder Fermentation von Organik. Ziel soll sein, aus der jeweiligen sekundären Rohstoffquelle – also Abfall oder Abwasser – möglichst viele Sekundärrohstoffe oder Produkte zu gewinnen. Dabei können biologische Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen und/oder biotechnische Verfahren und biologisches Wissen eingesetzt werden.

    Die Förderung dient der Umsetzung der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie.

    Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Baden-Württemberg.

    Es gilt: 40 Prozent Förderung durch EU-Mittel plus variabler (0 bis 60 Prozent) Förderanteil durch Landesmittel, abhängig von der beihilferechtlichen Einordnung. Die Landesmittel stehen nur bis 2024 zur Verfügung. Dies bedeutet, dass Projekte, die mit Landesmitteln kofinanziert werden, bereits Mitte 2024 abgeschlossen und abgerechnet werden müssen.

    Die Auswahl der Förderanträge erfolgt in einem einstufigen Verfahren:

    • Der komplette Förderantrag muss bis 1. März 2021 eingereicht werden.
    • Gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft wählt eine Jury die Projekte, die gefördert werden, aus.
    • Die Bewilligung erfolgt in 2021.

     

    Hier finden Sie die wichtigsten Fragen zum neuen EFRE-Förderprogramm „Bioökonomie – Bioraffinerien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser – Bio-Ab-Cycling“. Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen zum Förderprogramm. Wenden Sie sich dazu direkt an unsere Ansprechpartner oder schreiben Sie eine E-Mail an efre-biooekonomie(at)um.bwl.de

    Antragsteller können eine Beratung in Anspruch nehmen. Dies wird dringend empfohlen.

    Förderantrag stellen – so geht‘s

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Die neue Förderperiode 2021-2027

Im Mai 2018 hat die Europäische Kommission ihre Entwürfe für die Regional- und Kohäsionspolitik der Europäischen Union nach 2020 vorgelegt (siehe „Weitere Informationen“ > Verordnungsentwürfe). Sie werden derzeit im Europäischen Rat und im Europa-Parlament verhandelt. Wichtigstes Ziel soll weiterhin sein, Beschäftigung und innovatives, nachhaltiges und integratives Wachstum in der Europäischen Union weiter voranzubringen. In stärker entwickelten Regionen wie Baden-Württemberg wird der Fokus in der Regional-Förderung aus dem EFRE weiterhin auf Forschung, Entwicklung und Innovation sowie auf der Umsetzung grüner Themen, wie Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie, liegen. Damit kann das Land unmittelbar an das EFRE-Programm 2014-2020 „Innovation und Energiewende“ anknüpfen. Die EFRE-Verwaltung des Landes erarbeitet bereits das neue EFRE-Programm. Dabei fließen die Expertise, Erfahrungen und Perspektiven der Kommunal-, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Umweltpartner im Rahmen eines breiten Beteiligungsverfahrens kontinuierlich ein.